Jessica C.
* 06. Februar 1998
05. Februar 1998
Geburtsort: Norddeutschland
Blumen für Traueranlässe

Jessica C.

http://sternenfamilie.de.to

 

 

Hallo, ich heiße Jessica und bin das älteste Sternenkind meiner Eltern.

Ich habe noch vier weitere Sternengeschwister, die Drillinge Pascal, Jennifer und Daniel und meine kleine Schwester Jasmin. Uns allen wurde ein Leben hier auf Erden versagt, wir sind bereits vor der Geburt wieder in den Sternenhimmel gezogen.

Meine Eltern konnten auf normalem Wege keine Kinder bekommen und so waren sie super glücklich, dass gleich der erste Versuch der künstlichen Befruchtung zum Erfolg geführt hatte. Ich war unterwegs.

Eigentlich ist es in Deutschland pflicht, dass Paare verheiratet sein müssen, wenn sie eine künstliche Befruchtung in Anspruch nehmen wollen, aber Mami und Papi haben so auf die Ärzte eingeredet und erklärt, dass die Hochzeit ja bereits in wenigen Wochen stattfinden würde, dass diese eingewilligt haben, zumal sie eh nicht davon ausgingen, dass gleich der erste Versuch gelingen würde. Tja, der erste Versuch gelang aber und so durfte ich bei der Hochzeit meiner Eltern dabei sein.

Es war bestimmt super lieb von den Trauzeugen gemeint und es hat auch riesigen Spaß gemacht, aber die Oldtimer-Traktorfahrt vom Standesamt bis zum Restaurant bei Minusgraden in den dünnen festlichen Kleidern hatte leider ihre Folgen. Mami bekam nämlich ein paar Tage nach der Hochzeit eine sehr schwere Lungenentzündung und musste ins Krankenhaus. Da sie sehr mit der Atmung zu kämpfen hatte, mussten sehr starke Antibiotika gegeben werden. Die Ärzte sagten zwar, dass für mich keine Gefahr bestehen würde, aber eines Tages blieb in der 16. SSW einfach so mein Herzlein stehen. Ich hatte meine Reise in den Sternenhimmel angetreten.

Mami und Papi waren sehr traurig, zumal die Reaktionen von Verwandten und Freunden alles andere als nett waren. Sätze wie "die hat ja noch garnicht gelebt" und "ihr könnt noch weitere Kinder bekommen" sind gefallen und selbst wenn sie vielleicht als Trost gemeint waren ... sie verletzen zutiefst!!! Bereits eine Woche nach meiner Reise in den Sternenhimmel, wurde ich von niemandem mehr erwähnt. Mami und Papi waren oft sehr traurig und allein, aber niemand sah ihre Tränen oder wollte sie nicht sehen. Besonders gemein war die Reaktion von Papis Mutter zu Mami. Sie hatte keine anderen Sorgen als dass Mami endlich wieder auf dem eigenen Bauernhof helfen solle, anstatt faul in der Klinik rumzuliegen.

Leider gab es 1998 noch nicht die Möglichkeit, verstorbene Babys unter 1.000g bestatten zu lassen. Mami und Papi können sich nur denken, was mit mir geschah und diese Vorstellung ist grausam!

Im Sommer 1999 wurde meine Mami nach der zweiten künstlichen Befruchtung wieder schwanger und es sollten sogar Drillinge werden. Alles lief wunderbar, meine Geschwister entwickelten sich prächtig. Doch am 05. Oktober 1999 geschah das große Unglück, bei dem mein Brüderchen Pascal sofort verstarb und meine Geschwister Jennifer und Daniel noch vier weitere Wochen um ihr Leben kämpften, diesen Kampf aber am 03.11.1999 auch verloren. (Lest hierzu ihre Geschichte unter Pascal, Jennifer und Daniel C.)

Ein letztes Mal versuchten meine Eltern, ihren Wunsch nach einem lebenden Baby zu erfüllen und so wurde Mami im Sommer 2000 wieder schwanger. Hatte Mami von Anfang an Angst vor dem Ende oder hat sie nicht an meine kleine Schwester glauben können? Keiner weiß, warum auch Jasmins Herzchen in der 15. SSW stehen blieb. (Lest hierzu ihre Geschichte unter Jasmin C.)

Nach diesem dritten Versuch der künstlichen Befruchtung haben Mami und Papi ihren Wunsch nach einem eigenen Kind begraben. Die seelische Belastung war einfach zu groß. Es stand zwar noch kurze Zeit die Möglichkeit einer Adoption im Raum, aber nachdem ein gewissenloser Arzt bei einer harmlosen Tennisarm-OP Mamis rechten Arm verpfuschte, so dass diese seitdem unter heftigsten Schmerzen leidet und den rechten Arm nicht mehr nutzen kann, wurde auch diese Möglichkeit wieder verworfen. Es sollte nicht sein!

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"Meine kleine Jessica!

Du bist meine Große, mein ältestes Sternenkind. Wie habe ich mich auf Dich gefreut und auch der Papi strahlte nur so aus den Augen, als er von Dir erfuhr. Leider durftest Du nicht leben und musstest in den Sternenhimmel einziehen. Uns beruhigt ein wenig, dass Du dort nicht alleine bist. Anfangs war Deine liebe Ur-Omi bei Dir, bei der Du bestimmt Geborgenheit, Liebe und Wärme empfängst und später kamen Deine vier Geschwister zu Dir.

Jessica! Papi und ich lieben Dich und wir werden Dich niemals vergessen! Eines Tages werden wir uns wiedersehen und bis dahin pass bitte gut auf Dich und Deine Geschwister auf.

Wir lieben Dich!

Mami und Papi"

 

 

Wer unsere Geschichte ausführlich lesen möchte, kann unsere Homepage besuchen:

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